Überblick
PV-Reinigung: Wie Photovoltaikanlagen fachgerecht gereinigt werden
Von der Beurteilung der Anlage bis zur Kontrolle des Ergebnisses – was bei einer professionellen Reinigung tatsächlich passiert und worauf es dabei ankommt.
Zuerst die Anlage beurteilen
Am Anfang steht keine Bürste, sondern eine Einschätzung. Wie groß ist die Modulfläche, wie ist das Dach aufgebaut, wie hoch ist das Gebäude, wo lässt sich Technik aufstellen und welche Art von Verschmutzung liegt vor? Erst daraus ergibt sich, welches Verfahren überhaupt in Frage kommt.
Wichtig ist auch die Frage, ob das Dach betreten werden darf. Trapezbleche, ältere Faserzementdächer und Leichtbaukonstruktionen sind häufig nicht durchtrittsicher. In solchen Fällen scheiden Verfahren aus, die eine Begehung voraussetzen.
Womit gereinigt wird
Der Standard in der professionellen PV-Reinigung ist entmineralisiertes Wasser aus einer Umkehrosmoseanlage in Kombination mit weichen Bürsten. Reines Wasser nimmt Schmutz gut auf und trocknet ohne Kalkränder ab – ein Nachtrocknen entfällt, Reinigungsmittel sind in den meisten Fällen nicht nötig.
Nicht eingesetzt werden Hochdruck, harte Bürsten, Scheuermittel und aggressive Chemie. Hoher Druck kann Dichtungen und Modulrahmen belasten, kratzende Werkzeuge beschädigen die Antireflexschicht des Solarglases.
Verfahren im Überblick
- Teleskopsysteme vom Boden: geeignet für niedrige, gut erreichbare Anlagen mit überschaubarer Fläche.
- Hubarbeitsbühne: für höhere Gebäude, benötigt Aufstellfläche, Zufahrt und Rüstzeit.
- Reinigungsdrohne: für große, hohe oder nicht begehbare Dachflächen – die Fläche wird aus der Luft bearbeitet.
Mehr zur Drohnenvariante finden Sie auf der Seite PV-Reinigung mit Drohne. Welche Faktoren den Preis bestimmen, steht unter PV-Reinigung Kosten.
Sicherheit bei schwer zugänglichen Anlagen
Arbeiten auf Dächern sind arbeitsrechtlich klar geregelt und erfordern Absturzsicherung, Einweisung und geeignete Ausrüstung. Jede Variante, die weniger Aufenthalt am Dach erfordert, reduziert das Risiko – das ist neben der Zeitersparnis einer der Hauptgründe für den Einsatz von Drohnentechnik auf großen Objekten.
Was bei Eigenreinigung häufig schiefgeht
- Reinigung bei praller Sonne, wodurch Wasser sofort antrocknet und Ränder bleiben
- Leitungswasser ohne Aufbereitung – hinterlässt Kalkflecken
- zu wenig Wasser, wodurch Partikel über das Glas geschoben werden
- Hochdruckreiniger, der Dichtungen und Anschlüsse belastet
- Betreten der Module, was zu nicht sichtbaren Mikrorissen führen kann
Wann eine Reinigung besonders naheliegt
Diese Konstellationen sprechen erfahrungsgemäß für eine professionelle Ausführung.
Flächiger Vogelkot
Punktuelle, blickdichte Auflagen, die auch nach Regen liegen bleiben.
Landwirtschaftliches Umfeld
Ernte- und Stallstaub bilden eine haftende organische Schicht.
Industrienahe Lage
Ruß, Metallstaub und Aerosole setzen sich schleichend ab.
Flache Dachneigung
Wasser läuft langsam ab und trocknet auf der Fläche.
Moos und Flechten
Bewuchs an der Modulunterkante wächst in die Fläche hinein.
Große, nicht begehbare Dächer
Sichtprüfung und Reinigung nur mit geeigneter Technik möglich.
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Für größere Anlagen übernimmt Glanzdrohne die Beurteilung und die Ausführung mit Drohnentechnik.
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