Verfahren
PV-Reinigung mit Drohne
Die Modulfläche wird aus der Luft gereinigt, während Wasseraufbereitung, Pumpe und Steuerung am Boden bleiben. Besonders relevant bei großen und schwer zugänglichen Anlagen.
So läuft ein Reinigungsflug ab
Vor dem Einsatz wird die Dachfläche beurteilt: Abmessungen, Aufständerung, Hindernisse wie Lüfter oder Lichtkuppeln, Start- und Landeplatz sowie Wetterbedingungen. Danach wird am Boden die Wasseraufbereitung aufgebaut.
Die Drohne wird über einen Schlauch mit aufbereitetem Wasser versorgt und arbeitet die Fläche bahnweise ab. Gereinigt wird mit Wasser und rotierenden Bürsten beziehungsweise Düsen, ohne Hochdruck. Am Ende folgt die Sichtkontrolle des Ergebnisses.
Vorteile in der Praxis
- große Dachflächen können zusammenhängend bearbeitet werden
- schwer zugängliche und nicht durchtrittsichere Dächer sind erreichbar
- weniger Arbeiten direkt auf der Dachfläche
- in vielen Einsatzsituationen ist kein klassisches Gerüst notwendig
- zügige Bearbeitung großer Flächen
- Reinigung mit geeignetem Wasser- und Reinigungssystem
- geringer Platzbedarf am Boden, dadurch weniger Eingriff in den Betrieb
Wo die Grenzen liegen
Wind, starker Niederschlag und sehr hohe Modultemperaturen sprechen gegen einen Einsatz. Auch stark verkrustete Ablagerungen können mehrere Durchgänge erfordern. Und bei kleinen, niedrigen Hausanlagen ist ein Teleskopsystem oft die naheliegendere Wahl – ein Vergleich findet sich im Beitrag Drohne oder klassische PV-Reinigung?.
KI-generierte VisualisierungTypische Einsatzsituationen
Diese Objekte profitieren besonders von einer Reinigung aus der Luft.
Hallendächer mit Trapezblech
Nicht durchtrittsicher und weitläufig – Begehung ist hier oft ausgeschlossen.
Hohe Industriegebäude
Bühnen müssten mehrfach umgesetzt werden, die Rüstzeit übersteigt die Reinigungszeit.
Landwirtschaftliche Hallen
Große Flächen mit haftendem organischem Staub, oft abseits befestigter Zufahrten.
Logistik und Gewerbeparks
Zusammenhängende Dachflächen über mehreren tausend Quadratmetern.
Objekte im laufenden Betrieb
Geringer Platzbedarf am Boden, kaum Eingriff in Verkehrswege.
Aufgeständerte Flachdachanlagen
Ablagerungen an der Modulunterkante lassen sich gezielt bearbeiten.
Fragen zur Drohnenreinigung
Woher kommt das Wasser bei der Drohnenreinigung?
Vom Boden. Aufbereitungsanlage, Tank und Pumpe stehen am Einsatzfahrzeug, das Wasser wird über einen Schlauch zur Drohne geführt. Dadurch muss die Drohne kein Wassergewicht tragen und kann durchgehend arbeiten.
Ist die Reinigung mit Drohne für jedes Dach geeignet?
Nein. Bei kleinen, niedrigen und gut erreichbaren Anlagen ist ein Teleskopsystem meist die einfachere Lösung. Ihre Stärken hat die Drohne bei großen, hohen oder nicht begehbaren Flächen.
Muss der Betrieb während der Reinigung unterbrochen werden?
In der Regel nicht. Da am Boden weniger Aufstellfläche benötigt wird als bei einer Hubarbeitsbühne und niemand auf dem Dach arbeitet, lassen sich Reinigungen oft im laufenden Betrieb durchführen. Die konkrete Abstimmung erfolgt mit dem ausführenden Betrieb.
Was passiert bei Wind?
Reinigungsflüge finden nur innerhalb definierter Wetterfenster statt. Bei zu starkem Wind oder Böen wird der Einsatz verschoben – das gehört zur Einsatzplanung eines professionellen Anbieters.
Drohnenreinigung durch Glanzdrohne
Die Ausführung übernimmt ein auf Drohnentechnik spezialisierter Betrieb – von der Beurteilung der Anlage bis zur Reinigung großer Dachflächen.
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